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markkleeberger carnevals club e.V.

 

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Es war einmal vor 30 Jahren ..., da beschloss die Betriebsleitung der WAMA, dass für die bessere Befriedigung der kulturellen Bedürfnisse der Werktätigen etwas getan werden muß - es muß ein Betriebsfasching her! Ehrenvoll wurde die Betriebsjugend mit der Organisation und Durchführung dieser wichtigen Aufgabe betraut.

Unter deren Leitung wurde ein Faschingskomitee (oder Elferrat oder wie auch immer) gegründet, nachdem so was bereits in den 60er Jahren existiert hatte, aber eingeschlafen war.

Mit dabei waren bereits einige Leute, die nun seit 30 Jahren zum Faschingsstamm des mcc gehören und Euch bestens bekannt sind, z.B. Leni Günther, Arnd Förster, Martina Taubert, Hermann Ackner.

Das erste / neue Faschingsprogramm fand damals im Rathaussaal zur Linde statt und war der Knaller der Saison - sprich: ein riesengroßer Reinfall! Daraufhin sprach der harte Kern der Faschingsenthusiasten: Jetzt zeigen wir euch mal, was Fasching ist; jetzt machen wir Fasching wie wir ihn wollen und nicht wie Betrieb und Regierung. Und so sehen wir den 11.11.1981 als Gründungsdatum unseres Vereines, des heutigen mcc, an, obwohl der Start zunächst ein Fehlstart war!

Von damals bis 1991 hielt Leni Günther die Zügel und das Zepter in der Hand, dann verschlug es sie aus familiären Gründen an den Rhein. Aber sie ist uns bis heute treu geblieben! Von diesem Zeitpunkt an stand Arnd Förster als Präsident an der Spitze des mcc, seit September 2010 als Ehrenpräsident und Ingrid Dietrich als Präsidentin.

Am Anfang gab es noch gar keinen richtigen Namen. Nach den ersten Faschingserfolgen in der <Eintracht> war es, ich glaube 1986, als wir uns WCC, WAMA-Carnevals-Club, nannten. Denn es war ja ein Betriebs-Faschingsclub der WAMA. Übrigens: es gab ja in der DDR nichts, was nicht geregelt war, also auch der Karneval (Vgl Gesetzblatt Teil 1 Nr. 26 v. 18.8.1986 - Anordnung über die Rechtsstellung, Anleitung und Finanzierung ehrenamtlich geleiteter Karnevalklubs v. 21.7.1986).

In diesem Zusammenhang mußte sich der WCC vor dem Kreiskulturkabinett als Volkskunstkollektiv einstufen lassen. Diese Einstufung erfolgte 1988 mit unserem Programm <So ein Theater>.

Wir wurden quasi von Null aus sofort in die <Mittelklasse> eingestuft - man, was waren wir damals stolz darauf! Außerdem hatte diese Einstufung einen erfreulichen pekuniären Nebeneffekt - sie berechtigte uns, höhere Eintrittspreise zu verlangen.

Nachdem sich solchermaßen der Ruf unseres Faschings weit über die Betriebsgrenzen der WAMA hinaus verbreitet hatte und wir sogar 1987 und 1988 <Auslandsgastspiele> in Rathenow hatten, wurde die Stadt Markkleeberg aufmerksam und fragte an, ob wir nicht öffentliche Veranstaltungen machen könnten. Ein Vertrag wurde geschlossen und mit <Spott frei> fand 1989 endlich wieder ein Fasching in der <Linde> statt. Aus verschiedenen Gründen mußten wir 1991 mit <Tutti-Frutti> nochmal in den WAMA-Speisesaal zurück (obwohl noch heute die richtigen Fans sagen, dass das die gemütlichsten Feiern waren - die im Speisesaal).

Die Wende brachte 1991 auch erste Kontakte zum rheinischen Karneval mit Gastspielen in Wiesbaden und Besuch Wiesbadener Narren vom Verein <Gibber Grand Hand> in Markkleeberg – Kontakte, die leider inzwischen wieder eingeschlafen sind. Über unser Ehrenmitglied Leni Günther, die nun im Rheinland wohnt, sind die Einflüsse des Rheinischen Karnevals (Guntersblum) aber nach wie vor vorhanden und manche <Nummer> von dort landet hier und umgekehrt!

Mit der nach neuem Recht erforderlichen Vereinsgründung und dem mittlerweile weit über den ehemaligen betrieblichen Rahmen hinausgewachsenen Karnevalsumfeld stand nun die Frage nach dem Clubnamen akut an. Da der Mensch von Natur aus faul ist, machten wir es ganz einfach, und drehten das W zum M um - und so heißen wir seit der Registrierung im Vereinsregister am 1.2.1992

mcc markkleeberger-carnevals-club e.V.

Wobei die Kleinschreibung nichts über die wahre Größe aussagen soll, sondern nur zur optischen Abgrenzung von den Mainzern dient! Mit dankenswerter Unterstützung der Stadt Markkleeberg konnten wir ab 1992 (mit Intermezzo 2007 wegen Umbau der Linde in der Turnhalle der Berufsschule) unsere Faschingsveranstaltungen in der <Linde> durchführen und hoffen natürlich, daß uns und Euch diese schöne Spielstätte weiterhin zur Verfügung steht. Manchmal denken wir mit Grausen an die Zeiten, wo wir uns im Kohlenkeller umziehen mußten, weil in der <Eintracht> keine anderen Räumlichkeiten vorhanden waren. Aber die Zeiten ändern sich halt immer wieder!

Nicht unerwähnt soll bleiben, daß der mcc sich aktiv im FKLK Förderkomitee Leipziger Karneval engagiert und Mitglied im VSC Verband Sächsischer Carneval und im BDK Bund Deutscher Karneval ist.

Der mcc hat heute 85 Mitglieder, verfügt über eine ganze Reihe von Programmgruppen (z.B. Kinder, Jugend, Mamas, Schrappnellen, Männerballett) und bestreitet jährlich 3-4 Veranstaltungen mit meist ausverkauftem Haus.

 

   
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